Freitag, 30. März 2012

Supernova in M95

Obwohl Fototermine unter der Woche am nächsten Tag immer ziemlich weh tun und obwohl in der langen Schönwetterphase schon ein ganz schönes Schlafdefizit zusammengekommen war, trieb mich am Montag die Supernova doch in die Sternwarte. Heraus kam dieses Bild, das 15 x 5 min in L und jeweils 5 x 5 min (bei 2x2 Binning) in RGB belichtet wurde:


M95 mit Supernova am 26.3.2012


Stephan









Samstag, 24. März 2012

Planetenbilder 2002, Hakos/Namibia, Lutz Bath




Legende


KLB  2003-12-25


Planetenkonjunktion am 10. Mai 2002

*   Ort: Gästefarm Hakos/Namibia, 10. Mai. 2002, Abendhimmel.

*   Venus ist der helle „Stern“ unten in der Bildmitte.

     Mars ist der schmale Strich unmittelbar oberhalb Venus, Winkelabstand nur 10’.

     Jupiter ist der helle „Stern“ rechts oberhalb der Venus, mitten in den Zwillingen.

     Saturn steht links unter der Venus, links unter Saturn steht der Fixstern Aldebaran.

     Merkur war auch da, verschwindet hier aber in der Abenddämmerung.

     Orion steht „umgefallen“ in der linken Bildhälfte.

     Sirius mit CMa steht über dem Orion.

     Procyon steht rechts oberhalb des Orion.

*   Kamera: Kiev 60, Objektiv: Zodiac f=30 mm, Film: Agfa RSX 200.


Um das Bild in voller Auflösung zu betrachten (man beachte, wie eng Mars und Venus beieinander liegen!) bitte diesem Link folgen, auf das Bild klicken und anschließend "Full Size" anklicken: https://www.dropbox.com/gallery/13378010/1/Sternfreunde?h=5463e3

GM2000-Einführung, 22.März 2012

Peter Eppich gab am Abend des 22. März eine Einführung in die neue Montierung des C14. Hier sind die Bilder dazu von Herrn Bath:







Freitag, 23. März 2012

Konjunktion von Venus und Jupiter

Am 16. März 2012 habe ich von der Schauinsland-Sternwarte aus die Konjunktion von Venus und Jupiter mit einem Weitwinkelobjektiv fotografiert.



Mittels Langzeitbelichtung bei gleichzeitiger Nachführung auf einer kleinen EQ3 Montierung, ließen sich dabei auch zahlreiche Sterne abbilden. Das untere Foto setzt sich zusammen aus 12x30sec, 10x60sec und 1x300sec bei ISO800. Der Vordergrund aus Bäumen und der Kuppel wurde aus einer der Einzelaufnahmen herauskopiert und wieder in das Summenbild eingefügt.


Weil es mir Freude macht, die Sternbilder und auch ein paar Deepsky Objekte auf dem Foto wiederzufinden, habe ich hier noch eine Version mit Sternbildlinien:

Sonntag, 18. März 2012

Flieger, grüß' mir die Sonne...

Nachdem die Sonne es sogar in die Nachrichten geschafft hatte, habe ich sie mir mal wieder fotografisch vorgenommen. Eigentlich ist "fotografisch" der falsche Begriff, weil man tatsächlich einen Film anfertigt und aus den vielen Einzelbildern hinterher DAS Foto bastelt. Um die Protuberanzen zu erwischen, muss man länger belichten als für die Oberfläche der Sonne, deshalb ist bei diesem Bild die Oberfläche ganz weiss. Ich bin mir nicht sicher - soll man da von "Glück" reden? Jedenfalls bin ich fast vom Stuhl gefallen, als mir der Flieger durch das Bild geschossen ist. Aufgenommen habe ich mit einer dmk21 an einem Lunt LS 35 THa.



Flugzeug in Ha


Und hier das Ganze noch als Video (bitte Bescheid sagen, wenn ich damit die Speicherkapazität sprenge)


video


 Stephan

Mittwoch, 14. März 2012

Messier 42

Der Orionnebel fasziniert mich immer wieder mit seiner Schönheit. Sicherlich wurde er schon oft fotografiert, dennoch bleibt er für mich als Fotomotiv interessant. Am 16. Januar 2012 hatte ich die Astrokamera mit meiner unmodifizierten EOS1000 auf ihn gerichtet. Die Aufnahme entstand aus mehreren unterschiedlich lang belichteten Aufnahmen (jeweils 4x 15, 30, 60, 120 und 240 bei ISO800 und 1x960 sec bei ISO100).

Leo

Mittwoch, 7. März 2012

Abell 21


...haben Stephan Studer und ich am 20.2.2012 mit der ST10 und Paracorr in der Ostkuppel aufgenommen, am Rosenmontag nach den vielen Aktionen an C14, Hyperstar first light und frischem Kollimieren der Ostkuppel durch Achim Schaller.
Es war die Nacht, in der Leo Bette, Stephan Studer und ich auch noch das Bild vom Kometen Garredd mit dem Hyperstar erwischt haben. Eine wirklich produktive Fotonacht.

Abell 21 hatte ich am 21.12.2000 schon einmal mit Andreas Masche zusammen mit der ST8 aus der Westkuppel heraus aufgenommen. Dieses Bild hängt in der Sternwarte im Aufenthaltsraum.

Sonntag, 4. März 2012

NGC 2359 - Thors Hochzeit 1. Teil

Am 12. Februar 2012 nahmen Uli und Stephan mich mit auf den Schauinsland. Ich hatte mir zufällig das selbe Objekt ausgesucht wie die beiden, NGC 2359 - auch genannt "Entennebel" oder "Thors Helm" (mir gefällt letztere Bezeichnung ja deutlich besser...). Es handelt sich um einen Wolf-Rayet-Ringnebel, der recht tief (horizontnah) im großen Hund zu finden ist.

Die Bedingungen schienen nicht ganz optimal, ich meine mich zu erinnern, dass wir uns um den Dunst am Horizont Gedanken machten. Die Astrokamera mit meiner DLSR und der 15"-Newton mit der ST10 waren also auf das selbe Objekt ausgerichtet. Uli und Stephan machten Schmalbandaufnahmen und kamen nicht mehr dazu, auch noch RGB-Aufnahmen zu machen. Daher entstand bald die Idee, unsere Aufnahmen miteinander zu kombinieren. Da meine Kamera zu jenem Zeitpunkt noch unmodifiziert war und der Rotkanal daher etwas schwach ausfiel, war ich sehr erfreut darüber, eine zusätzliche H-Alpha Aufnahme für die Bildbearbeitung zur Verfügung zu haben. Uli und Stephan konnten im Gegenzug die RGBs nutzen um ihre Schmalbandaufnahmen zu ergänzen.

Das Objekt erschien extrem lichtschwach. Ich dachte zuerst, ich hätte es nicht gefunden, hätte aber für die Probeaufnahmen lediglich länger belichten müssen. Zu gerne würde ich den Nebel auch mal visuell beobachten...

Bei meiner Aufnahme handelte es sich um 9 Aufnahmen mit jeweils 12 Minuten Belichtungszeit bei ISO800. Ich habe 4 Darks verwendet. Die intern gemessene Chiptemperatur der Kamera betrug zwischen -6 und -7°C (ich schätze, wir hatten -15°C Lufttemperatur). Der Trost beim Frieren war also, dass das Rauschen durch die Kälte erheblich reduziert wurde. Die H-Alpha Aufnahme von Uli und Stephan entstand aus zwei Einzelbildern a 20 min bei -40° Chiptemperatur.

Beim ersten Bearbeiten zu Hause war ich ganz begeistert, vor dem eigentlichen Nebel noch rötlich schimmernde Dunkelwolken zu erkennen. Das Kombinieren der ST10- und der DSLR-Bilder war nicht ganz einfach. Die Sterne der ST10 waren viel kleiner, es entstanden bunte Halos. Das kleinere Bildfeld der ST10 in Kombination mit der größeren Brennweite des 15"-Newtons führen dazu, dass nur ein kleiner Teil meiner Aufnahme mit der von Uli und Stephan überschneidet - zum Glück der wichtigste, nämlich der zentrale Nebel mit seinen filigranen Strukturen. Vor allem die Rottöne profitierten sehr von der zusätzlichen H-Alpha Information. Neben dem Aufmotzen des Rotkanals benutzte ich die H-Alpha Information auch als zusätzliche Luminanz-Ebene um die feinen Strukturen besser rauszuarbeiten.



























Insgesamt hatte ich viel Freude an diesem Bild. Ich fand es sehr schön, ein Bild in Teamarbeit zu entstehen zu lassen. Großes Dankeschön an Uli und Stephan!

In voller Auflösung gibt es das Bild hier: https://www.dropbox.com/gallery/13378010/1/NGC2359?h=bd5d26

Wer Interesse hat, das reine DSLR-Bild ohne H-Alpha zu sehen, der findet es hier auf meinem Fotostream bei Flickr: http://www.flickr.com/photos/leosbilder/6927777093/in/photostream

Leo

Mond am Abend des 3. März 2012

Reiner Vogel hat ja schon darüber berichtet, dass die Bedingungen für die Mondbeobachtung in den letzten Tagen sehr gut waren. Leider verhinderten berufliche Verpflichtungen und Nebel bislang, dass auch ich von diesen Bedingungen profitieren konnte. Doch am Samstag Abend klappte es auch für mich mit noch ganz akzeptabelen Verhältnissen - will heißen hoch stehender Mond, kaum Blurring, aber deutliche Bildbewegung.

Die Mondlandschaften zwischen Erstem Viertel und Vollmond sind besonders gut bekannt, da der Mond dann bei Einbruch der Dunkelheit in bester Beobachtungsposition steht. Also habe ich mit der üblichen Ausrüstung (10"-Meade SC, DMK 31-Kamera) einige "Klassiker" abgelichtet.

Mein erster Blick galt Plato, den Alpen mit Alpental und auf der anderen Seite mit Sinus Iridum.




Die Vielfalt an Einzelheiten und Formen ist überwältigend. Die Rille im Alpental ist auch bei schon höherem Sonnenstand noch sichtbar. In der Umgebung von Plato sind noch einige Rillen zu entdecken. Der terrassenartige Aufbau des Randes von Sinus Iridum beeindruckt mich immer wieder. Man könnte natürlich seitenlange geologische Aufsätze über die Mondlandschaften schreiben, das will ich hier jetzt nicht tun (vielleicht halte ich mal einen Vortrag bei einem SFB-Abend darüber). Wer sich dafür interessiert, schaut mal hier: http://lpod.wikispaces.com oder hier: http://www.lpod.org/cwm .

Südlich von Sinus Iridum kamen gerade die Gruithuisen-Dome ans Licht, Strukturen eindeutig vulkanischer Aktivität. Um die Form der Dome und den Krater auf Gruithuisen gamma besser erkennen zu können, hätte die Sonne allerdings noch ein Stückchen höher stehen sollen. Na ja - beim nächsten Mal.


Wir gehen weiter am Terminator entlang nach Süden und treffen auf den immer wieder spektakulären Krater Kopernikus mit dem nördlich davon gelegenen Karpatengebirge (als Teil der Südbegrenzung des Imbrium-Einschlagbeckens). Um Details in Kopernikus nicht überzubelichten, musste die Belichtungszeit eher kurz gehalten werden, weswegen die Umgebung zum Terminator hin ziemlich dunkel erscheint. Vielleicht könnte man da mit der Bildverarbeitung noch mehr spielen.




Eine abwechslungsreiche Landschaft mit jungen und alten, mehr oder weniger überfluteten Kratern befindet sich bei Bullialdus. Links im Bild erkennt man einige Rillen, die im Zusammenhang mit dem Einschlagbecken des Mare Humorum stehen.



Zum Schluss noch ein Blick auf einen weiteren Klassiker: Die große Wallebene Clavius mit zahlreichen Innenkratern, mit denen man das Auflösungsvermögen testen kann, und den Prototyp eines jungen, größeren Einschlagkraters mit Zentralberg und terrassiertem Wall, Tycho.


Mich faszinieren die abwechslungsreichen Mondlandschaften immer wieder, obwohl man vieles schon 1000x gesehen hat.

Samstag, 3. März 2012

Nebel in Rosa

Dieses Bild des Wizard-Nebels (NGC 7380) haben Uli und ich am am 2. November 2011 mit der ST-10 in der Westkuppel aufgenommen (eigentlich hat Uli ihn aufgenommen und ich habe bestenfalls assistiert). Meine erste Bearbeitung erinnerte farblich eher an einen Eisbecher und hatte daneben noch andere Mängel. Jetzt habe ich mir das Bild noch einmal vorgenommen und ein HaRGB gebastelt (Ha 16 x 5 min, RGB wegen aufziehender Wolken jeweils nur 3 x 5 min mit 2x2 Binning). Das Ergebnis ist zwar besser, hat aber einen ziemlichen Einschlag Richtung Babyrosa.

NGC 7380 vom 2.11.2011
Ein paar Tage später haben wir dann auch noch Aufnahmen in SII und OIII gemacht. Die Dateien schlummern noch auf der Festplatte und harren der Bearbeitung. Wäre natürlich interessant, wie da die Farben rauskommen...

Stephan

Donnerstag, 1. März 2012

Plejaden - M45

Am 20. Februar 2012 habe ich auf der Sternwarte mein vor kurzem erstandenes Teleobjektiv ausprobiert. Es hing an meiner EOS1000D (unmodifiziert) Piggy-Back unter der Astrokamera in der Westkuppel.
(Oder sollte man in diesem Fall sprechen von "Piggy-Belly"? :-)

Es war mein erster Versuch mit diesem 300mm-Objektiv. Als besonders schwierig stellt sich die manuelle Fokussierung heraus, da der Fokussierring nicht gerade feinfühlig ist und die Fokussierung mit dem Computer noch nicht richtig klappen wollte. Ich hatte einen üblen Hintergrundgradienten quer über das ganze Bild - ich vermute wegen dem vielen Streulicht während der verschiedenen Kollimier-Tätigkeiten am Ostkuppel-Newton und am C14 in jener Nacht.

Die Aufnahmen entstanden bei Offenblende (f/4). Es handelt sich um 24 x 5 min bei ISO800 und einer Chiptemperatur zwischen -1 und -2°C. Mitberechnet wurden 7 Dark-Frames, 20 Bias-Frames und 20 an der Kuppelinnenwand aufgenommene Flat-Frames.

Vielen Dank an Uli und Achim für die Hinweise zur Bildbearbeitung!

Leo